Was für ein Schock nach dem Mastlegen. Nachdem mein Bruder den Mast mit einem Mastwagen in die Halle zum Abtakeln gebracht hat, haben wir es festgestellt. Eine tiefe Delle auf den letzten 1,5 Metern des Aluminiumprofils direkt auf Höhe des Vorstags.

Wie konnte das passiert sein. Ich hatte keine Berührung mit anderen Masten oder Brücken in der vergangenen Saison. Das Mastlegen durch die Yachtwerft Dick hatte ich per Handy gefilmt, so dass ich gesehen habe, dass auch dabei ein derart kapitaler Schaden nicht entstanden sein kann.

Darüber hinaus sind auf dem Bild die Oberwanten bereits demontiert, die genau diese Stelle des Mastes schützen.

Erstaunlich ist auch, dass kein einziger Kratzer in der Oberfläche des Aluminiums zu erkennen ist. Um eine solche Delle in den Mast zu schlagen, muss man schon mit einem sehr harten Gegenstand mit enormer Wucht zuschlagen. Dann würde ich aber auch den ein oder anderen Kratzer erwarten.

Nach Rücksprache mit der Yachtwertft Dick war schnell klar, dass dieser Mast in der nächsten Saison nicht mehr gesetzt werden würde.
Eine Rücksprache mit dem Händler hat natürlich auch nichts ergeben, da dieser natürlich Stein und Bein geschworen hat, mir keinen derart beschädigten Mast auf das Schiff gestellt zu haben. Verständlich.
Der Mastenhersteller (Masten Schönfeld in Bremen) konnte natürlich auch keinen Produktionsfehler bei diesem Z-Spars Profil erkennen. Ein Gutachter hat mir dringend davon abgeraten, diese Frage vor Gericht klären zu lassen, auch wenn das Schadensbild schon recht ungewöhnlich sei.
Ich hab mich daher dann mit dem Händler und dem Mastenhersteller so geeinigt, dass ich ein neues Mastprofil zum Selbstkostenpreis vom Hersteller bekomme und der Händler die Beschläge vom alten Mast auf den neuen überträgt. so konnten wir gemeinsam dieses extrem unerfreuliche Vorkommnis mit geringem Aufwand für jeden Beteiligten lösen.
Es bleibt für mich aber ein Rätsel, wie dieser Schaden entstehen konnte. Hat einer von euch eine Ahnung?