Ein Besuch von Hoeruphav auf der Insel Als lohnt sich meines Erachtens auf jeden Fall. Ein schöner kleiner Ort, der malerisch im gleichnamigen Fjord liegt. Schöne Ankerplätze und ein recht ordentlicher Yachthafen runden das Bild ab. Anders als in Svendborg gibt es hier oft auch in der Hochsaison immer mal wieder eine Box.

Wir sind abends von der Schlei angekommen und haben trotz Hochsaison ohne Problem einen guten Liegeplatz bekommen. Auf der Überfahrt war es erstmalig so warm, dass wir das Fenster des Sprayhood öffnen mussten.

Selbst abends beim Sundowner war in Hoeruphav noch das ein oder andere Plätzchen frei.

Am nächsten Morgen – nachdem bei Sonnenuntergang von einem deutschen Gast mit Trompete eine Flaggenparade gespielt wurde und alle Yachten Nationale und Gastlandsflagge unter Applaus eingeholt hatten – haben wir entschieden noch hier zu bleiben und einen Tag Baden zu gehen. Natürlich haben wir Gastlandsflagge und Nationale morgens wieder gemeinsam mit den Flaggen des Hafens gesetzt. In Dänemark ist dies auch ein Zeichen des Respekts.

Die Plätze für die Gastlieger sind in der Regel am ersten Steg. Vorne liegen die großen Yachten längsseits, dahinter können kleinere Yachten in Boxen liegen.

Allerdings war ich mit meinen 30 Fuß in diesem Hafen auch bei weitem das kleinste Boot. Viele deutsche Stammlieger scheinen in Hoeruphav ihre Yacht im Sommer liegen zu haben und unter 39 Fuß geht da offensichtlich gar nichts. Nur das Schiff eines Paares aus Laboe mit seiner Halberg-Rassy 312, die wir bereits in Kappeln getroffen hatten (Danke für die Hilfe beim Anlegen mit seitlichem Strom) war in einer vergleichbaren Größe.

Nachdem die Sonne dann hoch am Himmel stand haben wir uns für einen Badestop in Hoeruphav entschieden. Zwar sind auch auf den Molen Badeübergänge mit Süßwasserdusche vorhanden; wir wollten aber lieber vor Anker gehen. Dann also unter Maschine raus ins Hav. Bereits nach wenigen Minuten haben wir eine schöne Stelle gefunden, auf der man geschützt vor Anker liegen kann.

Ich bin dann einmal ums Schiff geschwommen und habe versucht zu schnorcheln. Das hat aber leider noch nicht so gut geklappt, da werde ich wohl im nächsten Jahr weiter probieren müssen. Vor allem wenn mein Propeller auch in der nächsten Saison wieder so stark bewächst, muss ich wenigstens bis dahin tauchen können. Dann habe ich meinen Sonnenschutz unter den Baum gehängt und wir hatten einen wirklich schönen und sehr ruhigen Tag vor Anker. Lediglich zwei andere Schiffe waren in der Nähe. Die Badeplattform macht wirklich etwas her und erhöht den Freizeitwert vor Anker ungemein!

Hoeruphav – wir kommen gerne wieder.