Baumniederholer gebrochen!

Auf der Rücktour von der Regatta Fehmarn Rund mussten wir bei 2 Meter Welle und ca. 4-5 Bft von achtern eine Hals fahren, um in die Kieler Förde einzubiegen. Der Baumniederholer war leicht angezogen. Ich habe die Großschot vor der Halse gut 1 Meter vor mittschiffs gezogen, bevor das Heck durch den Wind ging. Es machte einen lauten Knall und der Kicker schlug aufs Deck auf! Der Baumniederholer hatte sich am Baum losgerissen.

Wie konnte das sein? Die erste Begutachtung erbrachte Erstaunliches: Der Bolzen, der den Baumniederholer am Baum gehalten hatte, war rechtwinklig verbogen, so dass er aus seinem Beschlag gerutscht ist.

Wie konnte das so verbiegen?

Die Nachfrage bei Z-Spars in Bremen (Hanfeld Masten) ergab, dass der Beschlag die Sollgröße hat und dass kein stärkerer Beschlag für diesen Baum im Programm sei. Ernüchternd, insbesondere weil es nicht erklärt, wie der Baumniederholer bei 4 – 5 Bft in der Halse rausreißen kann.

Um am nächsten Wochenende die Aalregatta mitsegeln zu können habe ich den Originalbeschlag erneut von der Segelmacherei Faber&Münker anbringen lassen. Tolle Arbeit und sehr schnell und zuverlässig! Aber sicher fühle ich mich damit nicht.

Was meint ihr? Kann das für ein 30 Fuß Schiff reichen? Kann ein 6 mm Stahlbolzen wirklich derart verbiegen?

6 mm Bolzen – rechtwinklig verbogen

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