Auskranen 2021

Wie jedes Jahr habe ich mich auch für 2021 wieder für das Winterlager am NOK bei der Yachtwerft Dick entschieden. Die modernen Hallen und der professionelle Kranservice haben mich immer wieder überzeugt.

Der Krantermin wurde mir mit 12.15 per E-Mail mitgeteilt. Trotzdem waren mein Bruder und ich bereits wieder um acht Uhr auf der Kieler Förde unterwegs. Das Auskranen erfolgt aus dem NOK. Man weiß nie, wie lange es dauert, bis auch Sportboote mit geschleust werden. Grundsätzlich hat die Berufsschifffahrt in den Schleusen des NOK Vorrang.

Um 9 Uhr fuhren wir in das Schleusenvorfeld ein und nahmen zu unserer Überraschung wahr, dass die Sportboote mit einem weißen Dauerlicht zur Einfahrt gerufen wurden. Mit Vollgas hielten wir auf die Schleuse zu und hofften, dass nicht kurz vor der Einfahrt die Tore vor uns geschlossen werden. Das eigentlich für die Wartezeit geplante Abtakeln des Mastes musste warten. als letztes Sportboot passierten wir um 9.15 Uhr die Schleusentore und das Klingeln der schließenden Tore begleitete uns zu unserem Liegeplatz an den Treidelschwimmstegen. Sei schnell waren wir noch nie! Wer hier zum ersten Mal schleust muss aufpassen. Die Holzstege sind immer von einem glitischigen Algenbelag bewachsen. Man rutscht da wirklich schnell aus.

Am Wartesteg gegenüber der Yachtwerft Dick haben wir dann den Mast vorbereitet und konnten uns erst einmal ein Bier genehmigen. Wir mussten ja nicht mehr arbeiten. Während wir warteten gingen Gewitterböen mit bis zu 8 Bft durch. Ich hatte schon Angst, dass nicht gekrant werden konnte.

Der Wartesteg im NOK – Im Hintergrund die Hochbrücke Holtenau

Aber immer wenn die Böen durch waren wurden Schiffe gekrant, so dass wir tatsächlich um 12 Uhr pünktlich per Handy zum Kransteg gerufen wurden.

Die Profis von Yachtwerft Dick übernehmen.

Nach dem Anlegen am extra dafür ausgelegten Schwimmsteg brauchen wir uns um nichts mehr zu kümmern. Der Mast wird mit einem kleinen Mastenkran gelegt und zum Abtakeln in die Halle verbracht. Danach wird das Schiff gekrant. Immer wieder toll, wenn das Schiff durch die Luft schwebt.

Auskramen ist immer wieder aufregend…

Diesmal hat die Werft sich dagegen entschieden, den Gurt zwischen dem Ruderblatt und dem Propeller einzufädeln. Zwar wird der Sitz der Gurte hier immer vor dem Ankranen mit einer Unterwasservideokamera gecheckt. Der Platz für den Gurt ist aber doch recht eng. Daher hat Herr Dick sich dafür entschieden, den Gurt diesmal direkt auf den Wellenkanal zu legen. Hat gut geklappt.

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